FAQ

Häufige Fragen


Nichts schmeckt süßer als Erfolg.

Nichts schmeckt süßer als Erfolg.

Wie lerne ich richtig?

  • Organisation statt Spontaneität:
    Man sollte für jedes Fach ein DIN A4 Heft anlegen und einen Ordner. In das Heft kommt die Mitschrift aus dem Unterricht, in den Ordner die Kopien.

     

  • Platz statt Ökonomie:
    Der Lernstoff sollte groß und in klarer Schrift auf die Seiten verteilt werden. Man sollte nicht den Ehrgeiz haben, eine Doppelstunde auf eine Seite zu quetschen und dasselbe Heft für die ganze Schulzeit zu nutzen. Mit Hervorhebungen durch Unterstreichungen, Markierung oder Farbeinsatz sollte man vorsichtig umgehen - wenn alles als wichtig markiert ist, ist nichts mehr wichtig.

     

  • Disziplin statt Gewalttouren:
    Jeden Tag eine Viertelstunde wiederholen ist besser, als die Nacht vor der Klausur durchzulernen. Lernen besteht in der wiederholten Wiederholung von Vergessenem - kein Mensch würde bei einem Husten den ganzen Hustensaft auf einmal nehmen. Die nötige Vertrautheit mit den Lerninhalten wächst langsam durch ständige dosierte Auseinandersetzung mit dem Stoff. Das ist ähnlich dem Sonnenbaden - nur die hoffnungslosen Fälle legen sich stundelnag in die pralle Sonne - mit dem bekannten Resultat. Hausausgafen gleichen einer Medizin für eine Krankheit - man sollte sie "dosiert und diszipliniert" einnehmen.

     

  • Konzentration statt Aktionismus:
    Zum Lernen sollte man einen ruhigen, geordneten und geschützten Platz haben. Auf dem Tisch sollte nur das Nötigste sein und wenn man sich einmal hinsetzt, sollte man auch mindestens eine halbe Stunde sitzenbleiben und sich auf das Wichtigste konzentrieren - das Schulbuch und das Heft. Herumrennen und jammern, 100 Bücher ausleihen oder kaufen ist sinnlos. Kopieren ist nicht kapieren. Man sollte sich sagen : Ich bin ich, ich bin intelligent und konzentriere mich jetzt auf die Fragen bis ich sie verstehe.

     

  • Routine statt Ausnahmen:
    Man sollte möglichst einen Wochenplan entwickeln, in dem begrenzte, aber feste Lernzeiten eingeteilt sind. Auch am Tag der Klausur sollte man alles machen wie immer, also auch zur ersten Stunde zur Schule gehen, auch wenn die Klausur erst in der 3. Stunde stattfindet. Auf diese Weise kann man seine Nervostität mit den Mitschülern teilen und dadurch relativieren.

Was mache ich mit meinem Kind während der Schulzeit?

Wenn Kinderbetreuung benötigt wird, kann neben Kita, Krippe und Nachmittagsbetreuung, die Möglichkeit der Tagesbetreuung genutzt werden. Das bedeutet,  das Kind wird von qualifizierten Tagespflegepersonen betreut, die beim Jugendamt gemeldet sind bzw. die Pflegeerlaubnis haben. Bei Interesse nähere Infos unter  www.kinderbetreuungsboerse .de. Die Kostenübernahme kann beantragt werden und die Formulare sind ebenfalls dort zu finden.

Die ambulante Betreuung im eigenen Haushalt ist vor allem bei jüngeren Kindern sinnvoll: Das Kind kann in seiner gewohnten Umgebung kindgerecht zur richtigen Zeit ins Bett gebracht werden.

Stürzt mich die Anschaffung von Schulbüchern in den finanziellen Ruin?

Keinesfalls, dafür sorgt unsere ständig erweiterte Lehrbuchsammlung in unserer Bibliothek. Dort können gegen eine Kaution von 10 Euro viele eingeführte Lehrbücher ausgeliehen werden. Dabei gilt das Prinzip First come, first serve - wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Siehe dazu auch die Bibliothek in unserer Bildergalerie.

Das Abi ist ein alter Traum von mir, aber bin ich zu alt?

Keinesfalls - unser Motto ist "Es ist nie zu spät!". Bei uns haben schon etliche ältere Semester das Abitur gemacht. Was zählt, sind nicht die Jahre, sondern Durchhaltevermögen, Organisation und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Inhalten. Unsere Kurse sind ein buntes Gemisch mit einem Hauch von Feuerzangenbowleromantik.

Wie kann ich es schaffen?

Die Frage ist tatsächlich nicht so sehr, ob frau/man es schafft, sondern wie frau/mann es schaffen kann. Auf diese Frage gibt eine traditionelle Eröffnungsrede an unserem ersten Schultag unter dem Motto Salz und Wasser wertvolle Hinweise. Der Text lässt sich zusammenfassen in dem Prinzip der drei Ks - Kommen, Kool bleiben und kommunizieren:

Sie stehen vor einem langen Weg voller Gefahren und Mühsal, aber auch voller Abenteuer und Erlebnisse. Oliver Cromwell hat einmal gesagt, derjenige kommt am weitesten, der nicht weiß, wohin er geht. Wer Oliver Cromwell war, erfahren Sie später hier an der Schule. Sie wissen immerhin, wohin Sie gehen wollen - in vier Jahren wollen Sie zum Abitur. Wir werden Sie auf diesem Weg begleiten, doch gehen müssen Sie selber. Mit auf den Weg gebe ich Ihnen drei Ratschläge.

Ich werde Ihnen nun drei Geheimnisse anvertrauen, denn es sind die offensichtlichen Dinge, die man häufig übersieht.

  1. Dies ist eine Schule. Die Schule heißt Abendgymnasium.

    Sie sind nicht am Abendgymnasium: Wir sind keine Volkshochschule, keine Selbsterfahrungsgruppe (wenigstens nicht in erster Linie), kein Trachtenverein oder Freizeitclub. Der Unterricht folgt den saarländischen Lehrplänen, Sie unterliegen der Anwesenheitspflicht, bekommen Hausaufgaben, müssen Klausuren schreiben und werden in vier Jahren wie alle anderen Abiturienten im Saarland die zentrale Abiturprüfung ablegen.

    Sie sind auch nicht am Abendgymnasium, Sie sind am Abendgymnasium. Die Grundidee des Abendgymnasiums war und ist es, den Weg zum Abitur bei gleichzeitiger Berufstätigkeit zu ermöglichen. Wir wissen wie schwer diese Doppelbelastung wiegt. Im übrigen sind viele von Ihnen in eine Familie und Partnerschaft eingebunden und haben daraus erwachsende Pflichten.

    Sie sind am Abendgymnasium. Die Betonung liegt in gleichem Maße auf beiden Wortteilen. Wir erwarten Leistung und bieten Verständnis.

    Mit einem Wort - Sie kämpfen an vielen Fronten und darauf werden wir soweit es geht Rücksicht nehmen.
     
  2. Auch Lehrer sind Menschen.

    Auch Lehrer brauchen ein positives feedback. Lehrer müssen Noten geben und sollen gerecht sein. Nur sieht die Gerechtigkeit aus der Pultperspektive mitunter anders aus als aus der Bankperspektive. Suchen Sie das Gespräch, wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen, fressen Sie Ihren Groll nicht in sich hinein. Vermeiden Sie jedoch einen aggressiven Ton, bleiben Sie ruhig und sachlich, so wie Sie es zu Recht von Ihrem Lehrer erwarten. Sicherlich hat der eine oder andere schlechte Erfahrungen mit Lehrern - geben Sie sich und uns eine neue Chance.
     
  3. Jetzt komme ich zu dem dritten Geheimnis, dem Erfolgsgeheimnis. Wie gehen Sie Ihren Weg erfolgreich zu Ende, was müssen Sie tun, um Erfolg zu haben?

    Sie müssen kommen. Nicht fehlen, sondern da sein - jeden Schultag antreten - auch wenn Sie müde sind, wenn es regnet oder schneit, wenn Ihr Hund Geburtstag hat! Das Fehlen ist ein süßes Gift, eine Droge. Nach jedem Fehlen wird es schwerer, den Weg zurück zu finden. Das Lerntempo ist hoch, denn Sie müssen in vier Jahren das lernen, was an Tagesgymnasien in 8 Jahren vermittelt wird. Wenn Sie fehlen, fehlt Ihnen das beste und wichtigste dieser Schule, der Kontakt zu Menschen, die Lernatmosphäre, das unmittelbare Feedback. Das kann kein Funkkolleg, keine FernUni, das ist unsere Spezialität - aber Sie müssen kommen um zu reden und zuzuhören, um sich mitzuteilen und Neues aufzunehmen.
     

Es ist auch nicht leicht für einen Erwachsenen wieder die Schulbank zu drücken, Noten über sich ergehen zu lassen. Sie haben sich auf diesen Weg eingelassen, Ihr Entschluss war mutig, gut und richtig. Denken Sie im Schulalltag an die drei Punkte, die ich Ihnen genannt habe, denn es sind die einfachen Dinge, die man leicht aus dem Blick verliert. Sie sind am Abendgymnasium, Lehrer sind Menschen und Sie dürfen nicht fehlen - das wird Sie weiterbringen.

Ist die Schulzeit nicht zu lange?

"Die Zeit verging wie im Flug" - Was sind schon vier Jahre in einem Leben?

Mein Name ist Stephan Sattler und ich habe im Jahre 2002 das Abitur am Abendgymnasium abgelegt. Ich habe mich seinerzeit auf der Homepage des Abendgymnasiums unter den "Patenschaften" eintragen lassen. Es ist die dritte Anzeige und richtet sich an Interessierte, die gerne das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Koblenz studieren möchten.

Ich selbst befinde mich im letzten Semester des Referendariates, das ich hier in Saarbrücken absolviere: Im Grundschul-Bereich bin ich an der Grundschule Am Ordensgut in der Moltkestraße in Saarbrücken eingesetzt, im Hauptschul-Bereich an der ERS in Güdingen.

Gerade habe ich meine zweite Examensarbeit eingereicht, im April beginnen die Abschlussprüfungen und die Examenslehrproben. Meine erste Examensarbeit über das Thema "Rituale im Grundschulunterricht" wurde zwischenzeitlich sogar vom Verlag für Empirische Pädagogik als Buch veröffentlicht und kann über jede Buchhandlung bezogen werden. Wenn Sie möchten, schauen Sie doch einmal nach unter: http://www.vep-landau.de/GrundschulpaedagogikGrundschulforschung.htm. Ich denke noch heute gerne an die Zeit auf dem Abendgymnasium zurück. Irgendwie verging diese Zeit und die Zeit auf der Uni wie im Flug ...

Ich habe die Entscheidung, das Abendgymnasium zu besuchen, nie bereut - im Gegenteil! Ich kann nur jeden, der sich mit diesem Gedanken trägt, ermutigen, es zu tun.

Abiturrede 2009 von Eva Groß

Meine geehrte Damen und Herren, liebe Neuschüler,

mein Name ist Eva Gross und ich begrüße Sie recht herzlich im Namen des letzten Abiturjahrganges.

Genau wie Sie saßen auch wir vor 3, andere vor 4 Jahren, genau an der gleichen Stelle. Und wie es der Brauch ist, sprach eine Abiturientin des Vorjahrganges zu den Neuen. Sie erzählte von vielen Mühen und Anstrengungen, aber auch von großen Freuden und Sternstunden, die man hier erleben könnte, und alles gipfelte in der Aussage, dass man am Ende, wenn alles vorbei ist, doch irgendwie traurig und wehmütig sei. Man würde neue Menschen kennenlernen, Mitschüler und Mitschülerinnen, mit denen man eine Schicksalsgemeinschaft bildet, neue Schulkameraden, es würden Freundschaften entstehen, die über die Jahre halten. Und auch die Lehrer würden einem am Ende irgendwie fehlen. Und was fängt man nach den Jahren mit seiner plötzlich hereinbrechenden Freizeit an?

Das alles kam mir damals komisch vor: Aber heute kann ich sagen: Sie hat nicht übertrieben, es ist alles genau so gekommen, und auch Ihnen wird es so gehen, wenn Sie hier das Tal der Tränen und der Freuden durchschritten haben.

Es ist eine ganz eigene Erfahrung, wenn man als Schüler im Alter zwischen 20 und 60plus wieder wie ein Kind lernen muss, Hausaufgaben anfertigt, vor den Klassenarbeiten zittert und während der Arbeit erst recht, sich hinterher schwarz ärgert, wenn einem dann nachts im Bett einfällt, was man alles gewusst hätte und einem dann die richtige Lösung einfällt, wenn man gar noch an der Tafel rumstottern muss, vor Publikum, und wenn man sich wiederum ärgert, weil man sich vom Lehrer ungerecht behandelt fühlt und meint, dass man eine bessere Note verdient hätte. Dann fragt man sich als gestandene Person, die schon viele Jahre im Beruf steht, die vielleicht selber Familie und Kinder hat und schon ganz andere Stürme des Lebens gemeistert hat: Was tue ich hier? Warum tue ich mir das an?

Und dann kommen die Highlights, wenn man plötzlich über seine eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten staunt, über eine gute Note glücklich ist wie ein Kind, wenn man sich freut auf den Unterricht und neugierig auf den Stoff ist, wenn man selber merkt, wie der eigene Horizont sich weitet und wenn man feststellt, dass die Lehrer auch nur Menschen sind, mit denen man durchaus auskommen kann. Kurzum: Durchhalten lohnt sich! Das Gefühl am Ende, das Abitur bestanden zu haben, die Feierlichkeiten drumherum, die Glückwünsche der Umwelt, das sind unbeschreibliche Gefühle. Man fühlt sich wie ein Star.

Wer allerdings meint, er könne hier aus Jux und Dollerei so en passant mal eben das Abitur mitnehmen, bräuchte nichts zu lernen oder denkt er/sie bräuchte nur ab und zu zu kommen, oder nur jede dritte Klassenarbeit regulär mitzuschreiben, und dann den Rektor volljammert, der soll sich gleich nach dieser Veranstaltung wieder abmelden.

Wer jedoch wirklich mal Probleme beruflicher und privater Natur hat, wird immer ein offenes Ohr finden, verbunden mit „Intensiv-Seelsorge“ durch Herrn Rekrut, und es gibt viele aufmunternde Beispiele, wie man auch unter schwierigsten Bedingungen zum Ziel kommen kann, wenn man guten Willens ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein großes Durchhaltevermögen, viel Ehrgeiz und viel Glück, und vor allem das, was bei aller Anstrengung auch wichtig ist. „die Kirche im Dorf lassen“ und auch mal „cool“ bleiben.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und stehe zusammen mit meinen Mitabiturienten noch gerne für alle Fragen zur Verfügung.

Merzig, den 21.08.09

Vier mögliche aber überwindbare Hindernisse

Begrüßungsrede der Abiturientin Simone Anderko an die neuen Abendgymnsaiasten (2007)

Der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho hat vier Hindernisse auf dem Weg zur Verwirklichung des Lebenstraumes beschrieben. Dies tat er im Vorwort zu seinem Weltbestseller „Der Alchimist“, und beim Lesen fühlte ich mich sofort an den Weg des Abendgymnasiasten zu seinem Abitur erinnert; denn der Abendgymnasiast ist eine besondere Spezies, der in seinem nicht alltäglichen Schulalltag besonderen Herausforderungen gewachsen sein muss.

Das erste von Coelho beschriebene Hindernis besteht im Eingeständnis seiner Träume. Sich seine Träume einzugestehen, den Mut aufzubringen, sie im vom Alltagstrott bestimmten Leben noch einmal aufleben zu lassen, ist ungeheuer schwierig, Und hat man den Mut aufgebracht, wird man von vielen Seiten nur müde belächelt. „Was? Wozu brauchst du denn Abitur?“ oder „Was? Du willst Medizin studieren? Du bist doch schon steinalt und Deine Hände sind viel zu zittrig, um ein Skalpell halten zu können. Du packst das eh nicht!“ Sowohl ich selbst als auch einige meiner Mit-Abiturienten mussten sich mit solchen Äußerungen konfrontiert sehen, und es gehört eine gehörige Portion Selbstbewusstsein dazu, sich von diesen nicht einschüchtern zu lassen und diesen mit einem ebenso müden Lächeln zu begegnen.

Das zweite Hindernis ist laut Coelho paradoxerweise die Liebe. Passt auf den ersten Blick nicht, denn wie kann Liebe ein Hindernis darstellen? Nun, sie kann, denn die Liebe zu einem Menschen kann in uns leicht die Angst erwecken, diesen zu verletzen. Was hatte ich Gewissensbisse, als ich vor zwei Jahren, als das Abendgymnasium für mich begonnen hatte, meine beiden kleinen Kinder und meinen augenscheinlich völlig überforderten Mann abends alleine ließ. Und der Freundeskreis war auch nicht gerade begeistert. „Man sieht Dich ja gar nicht mehr!“ oder „Du hast gar keine Zeit mehr für uns.“

Das tat weh, aber ich habe während den zwei Jahre Abendgymnasium auch eine schöne und wichtige Erfahrung machen können, denn mein Mann und meine engen Freunde wollten aus Liebe das Beste für mich; sie wollten, dass ich die Chance zur Verwirklichung meines Traumes ergreife, weil sie mich lieben. Liebe muss also nicht hinderlich sein, im Gegenteil: Liebe beflügelt.

Nun das dritte Hindernis: Die Angst vor Niederlagen und Rückschlägen. Die hatte ich auch. Angst, die negativen Erwartungen um mich herum zu erfüllen. Doch diese Angst darf nicht zum Hemmnis werden! Die Kunst besteht darin, auch den möglichen Rückschlägen mit einer positiven Haltung zu begegnen und gestärkt aus ihnen hervor zu gehen. Glatt wird es nie laufen. Ob da jetzt nörgelnde Arbeitsgeber, Probleme in der Familie oder finanzielle Schwierigkeiten sind: Der Weg ist steinig, aber stolpert man einmal und steht wieder auf, ist man doppelt gestärkt und um eine Erfahrung reicher.

Eine gute Freundin, die dieses Jahr mit mir Abitur gemacht hat, hatte nicht nur ein paar Steine, sondern einen ganzen Steinhaufen im Weg, und fast hätte sie aufgegeben. Aber sie hat es nicht. Sie hat weiter gemacht; sie konnte an der Abiturfeier stolz ihr Abiturzeugnis in den Händen halten und freut sich jetzt auf das ihr bevorstehende Medizinstudium – ein Kindheitstraum, ihr Lebenstraum, den sie sich jetzt mit dem Abitur verwirklichen kann.

Coelho nennt die Angst, den Traum erfüllt zu sehen, als viertes Hindernis, weil man sich selbst vielleicht nicht als wert erachtet, sein Lebensglück zu erreichen. Er schreibt: „Ich kenne viele Menschen, die in dem Augenblick, in dem die Erfüllung ihres Lebenstraumes unmittelbar bevorstand, dumme Fehler gemacht und ihr Ziel nicht erreicht haben.“ Beim Abendgymnasiasten ist der Weg bereits das Ziel, und wir stehen uns selbst dabei oft am meisten im Weg. Inwiefern?

Vielleicht denkt man, man muss nicht jeden Abend am Unterricht teilnehmen, weil man es ja zu Hause nacharbeiten kann. Vielleicht treten Probleme mit einem Lehrer auf und man beendet deswegen seinen Weg zum Abitur. Vielleicht ist man mit seinen Noten unzufrieden oder mit der Atmosphäre in der Klasse. Aber für jedes Problem gibt es eine Lösung, und diese Schule bietet mannigfaltige Hilfestellung, z.B. in Form der hier überwiegend verständnisvollen Lehrer oder in Form des Vertrauenslehrers und der Schulsprecher, die jederzeit ein offenes Ohr für Euch haben werden.

Die Meisten unter Euch werden sich bezüglich der von mir aufgeführten Problemen und Schwierigkeiten zum Teil wieder erkennen können; die Wenigsten werden unbelastet in den Schulalltag eintreten. Deshalb: Lasst Euch auf diese Schule vollkommen ein! Hier wird darum gekämpft, dass jeder von Euch zum Abitur geführt werden kann!

Diese Schule ist eines der besten Dinge, die mir in meinem Leben passiert sind. Der Weg war hart. Da waren Tränen, da war Erschöpfung und da war niemals endende Müdigkeit. Aber das alles ist nichts gegen das Gefühl, das einen erfüllt, wenn man realisiert hat, dass man sein Abiturzeugnis in den Händen hält, welches wiederum neue Wege eröffnet!

Lasst zu, dass diese Schule auch Euch beim Erreichen Eures Lebenstraumes behilflich ist!